2026-06-18

Totvolumen im Wärmetauscher minimieren — warum es sich rechnet

Was ist „Totvolumen" eigentlich?

Als Totvolumen (engl. holdup) bezeichnet man das vom Prozessmedium gefüllte Innenvolumen eines Apparats — bei einem Shell-&-Tube-Wärmetauscher vor allem das Rohr-Innenvolumen des Bündels:

V = n · (π/4) · d_i² · L

mit Rohranzahl n, Rohr-Innendurchmesser d_i und Rohrlänge L.

Warum es teuer wird

Der Zielkonflikt

Weniger Totvolumen heißt tendenziell dünnere Rohre — die haben pro Quadratmeter Wärmefläche weniger Innenvolumen (∝ d_i²/d_o). Aber: dünnere Rohre erhöhen den Druckverlust drastisch (≈ ∝ d⁻⁴ bis d⁻⁵). Man kann also nicht einfach „so dünn wie möglich" wählen.

Stellgröße Wirkung auf Totvolumen Wirkung auf ΔP
Rohr-Ø kleiner ↓↓ ↑↑↑
Rohre kürzer
weniger Rohre ↑ (v steigt)

Genau hier hilft eine Auslegung, die Totvolumen als Ziel optimiert statt nur die Wärmefläche — und dabei Druckverlust- und Geschwindigkeitsgrenzen einhält.

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